5 Ge­heim­nis­se von Blog­posts, die ge­le­sen wer­den

„Hin und weg sein“ be­deu­te­te mal, dass man hell­auf be­geis­tert von et­was ist. Im In­ter­net heißt es eher: User kom­men auf ei­ne Sei­te, schau­en sich kurz um, und ver­las­sen sie wie­der. Das ist das Schick­sal vie­ler Blog­posts: Sie wer­den höchs­tens über­flo­gen, sel­ten ge­le­sen.

Das ist schlecht. Denn ei­ner­seits wird so der Text, in den Sie viel Ar­beit ge­steckt ha­ben, nicht ge­wür­digt. An­de­rer­seits wir die­ses Hin und Weg von Goog­le als schlech­tes Zei­chen ge­wer­tet. Kann ja kein gu­ter Con­tent sein, wenn Leu­te da nicht lan­ge blei­ben, denkt sich die Such­ma­schi­ne da. Und das wirkt sich auf Ihr Ran­king aus.

Aber nur weil Ih­re Posts nicht ge­le­sen wer­den, be­deu­tet das bei Wei­tem nicht, dass sie schlecht sind. Oft sind sie ein­fach nur nicht rich­tig for­ma­tiert. Der In­halt, die Fak­ten, das Ex­per­ten­wis­sen dar­in kann su­per sein, aber wenn die Ver­pa­ckung nicht stimmt, kann man User trotz­dem nicht über­zeu­gen zu blei­ben. Viel­leicht wä­re der Text in ei­nem an­de­ren For­mat – Print­arti­kel, So­cial-Me­dia-Bei­trag oder Pod­cast – er­folg­reich. Aber den An­sprü­chen der Blo­gos­phe­re ge­nügt er nicht.

Aber dar­an lässt sich ar­bei­ten. Ei­gent­li­che Ex­per­ti­se, die ei­nen Text wert­voll macht, ist schwer zu er­lan­gen. Sie ver­nünf­tig zu ver­pa­cken braucht nur ein biss­chen Übung.

Des­halb wei­he ich Sie jetzt in sie­ben Ge­heim­nis­se von Blog­posts ein, die auch ge­le­sen wer­den.

1.      Der Blog­post ist für die Ziel­grup­pe ge­schrie­ben

„Das is nix für mich“ ist viel­leicht der häu­figs­te Grund, war­um Web­site-Be­su­chen­de, kurz nach­dem sie ei­nen Blog­bei­trag zu le­sen be­gon­nen ha­ben, wie­der ab­zie­hen. Sie füh­len sich nicht auf­ge­ho­ben, sie ver­ste­hen den Text nicht oder er ent­spricht nicht ih­ren Er­war­tun­gen.

Des­halb ist es vor der Er­stel­lung wich­tig zu wis­sen, wen Sie mit Ih­rem Text er­rei­chen wol­len und was Sie bei Ih­ren Leser*innen be­wir­ken wol­len. Die Ziel­grup­pe zu ken­nen ist das A und O, um ei­nen er­folg­rei­chen Blog­bei­trag zu schrei­ben.

Wenn Sie die­se für sich de­fi­niert ha­ben, fällt das Schrei­ben gleich ein­fa­cher. Denn Sie wis­sen:

  • wel­ches Vor­wis­sen, Sie vor­aus­set­zen kön­nen
  • wel­che Fach­be­grif­fe Sie er­klä­ren müs­sen und wel­che nicht
  • wie all­ge­mein oder spe­zi­fisch Sie über ein The­ma schrei­ben kön­nen
  • wel­che Be­dürf­nis­se oder Pro­ble­me die Ziel­grup­pe hat

2.      Der Text lang­weilt nicht

Ihr Blog­post wird – per de­fi­ni­tio­nem – im In­ter­net ver­öf­fent­licht, wo das nächs­te Kat­zen­vi­deo höchs­tens drei Klicks ent­fernt ist. Er wird im In­ter­net­zeit­al­ter kon­su­miert, das un­ser al­ler Auf­merk­sam­keits­span­ne dras­tisch re­du­ziert hat. Und er geht im 21. Jahr­hun­dert on­line, wo selbst das Bank­ge­wer­be nicht mehr nur bier­ernst mit sei­nen sehr ge­ehr­ten Kun­den und Kun­din­nen kom­mu­ni­ziert.

Ge­ra­de im Netz wol­len Men­schen un­ter­hal­ten wer­den. Schrei­ben Sie des­halb kei­ne wis­sen­schaft­li­che Ab­hand­lung, son­dern ver­pa­cken Sie Ih­ren Blog­post kurz­wei­lig. Wäh­len Sie ei­nen lau­ni­gen Ein­stieg, stel­len Sie amü­san­te und all­täg­li­che Ver­glei­che an und trau­en Sie sich, auch mal ein Wort­spiel zu ma­chen. Und schrei­ben Sie ru­hig um­gangs­sprach­lich (un­ter Wah­rung der all­ge­mei­nen Gram­ma­tik- und Recht­schreib­re­geln, bit­te!)

3.      Der Blog­post ist gut struk­tu­riert

Blog­posts dür­fen durch­aus lang sein. Wenn er wirk­lich wert­voll ist und in­ter­es­sant und fes­selnd, dann wird er auch weit oder bis zum En­de ge­le­sen. Goog­le be­lohnt aus­führ­li­chen Con­tent auch oft.

Aber Blog­bei­trä­ge dür­fen nicht lan­ge wir­ken. Ei­nen 1 500 Wor­te lan­gen Ar­ti­kel zu le­sen, ist ei­ne In­ves­ti­ti­on. Ei­ne von der man nicht weiß, ob sie sich loh­nen wird. Des­halb wol­len Leser*innen si­cher sein, dass sie ih­re Zeit nicht ver­schwen­den.

Der Text darf po­ten­zi­el­le Leser*innen nicht er­schla­gen, denn dann ist es mit der Le­se­mo­ti­va­ti­on schnell da­hin.

Struk­tu­rie­ren Sie Ih­ren Blog­post des­halb ent­spre­chend nut­zer­freund­lich:

  • Nen­nen Sie die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen zu­erst,
  • Ma­chen Sie eher kür­ze­re und da­für mehr Ab­sät­ze
  • Ver­wen­den Sie aus­sa­ge­kräf­ti­ge Zwi­schen­über­schrif­ten
  • Nut­zen Sie Auf­zäh­lungs­zei­chen
  • Mar­kie­ren Sie ge­ge­be­nen­falls wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen fett oder kur­siv

Al­le die­se Din­ge lo­ckern den Text auf und las­sen ihn kon­su­mier­ba­rer er­schei­nen. Sie er­mög­li­chen User die wich­tigs­ten In­fos aus ei­nem Ar­ti­kel schnell zu er­fas­sen und zu be­ur­tei­len, ob sich das Le­sen (für sie) lohnt oder zu­min­dest schnell her­aus­fin­den, wel­che Stel­le für sie in­ter­es­sant ist.

4.      Der In­halt hält, was die Über­schrift ver­spricht

Die Wich­tig­keit der Über­schrift ei­nes Ar­ti­kels be­zie­hungs­wei­se des Me­ta-Ti­tels kann gar nicht über­schätzt wer­den. Mit ihr be­kom­men Sie Leu­te auf Ih­ren Blog. Aber dann müs­sen Sie auch lie­fern: Die Ant­wort, die Sie in der Über­schrift ver­spre­chen, muss im Text ge­ge­ben wer­den.

5.      Der Post kommt schnell zum Punkt

Was Goog­le und ich ge­mein­sam ha­ben: Wir mö­gen es nicht, wenn ge­schwa­felt wird.

Für die Such­ma­schi­ne gilt: Im ers­ten Ab­satz ei­nes Blog­posts muss klar wer­den, wor­um es geht (kon­kret be­deu­tet das, dass das ent­spre­chen­de Key­word dort vor­kom­men muss).

So weit ent­wi­ckelt Goog­le auch ist, der Mensch ist der Such­ma­schi­ne doch noch vor­aus und ver­zeiht auch mal ei­ne län­ge­re Hin­füh­rung zum The­ma

Aber dann reicht’s auch. Schließ­lich ist man auf den Blog ge­kom­men, um In­for­ma­tio­nen zu fin­den, nicht für ei­ne Er­zähl­stun­de oder Ver­kaufs­prä­sen­ta­ti­on.

Hat Ihnen dieser Post gefallen? Teilen Sie ihn doch mit Anderen!

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on xing

Lesen Sie auch diese Beiträge

Schreibe einen Kommentar