Tipps, um erfolgreich zu bloggen

Er­folg­reich blog­gen: Was du tun und las­sen solltest

Star­ten wir phi­lo­so­phisch: Was ist ei­gent­lich Er­folg? Zieh nen schwar­zen Roll­kra­gen­pull­over, nimm dei­ne Le­se­bril­le ab, kau auf der Pfei­fe dei­nes Opas rum, und denk mal drü­ber nach. Denn du kannst nicht er­folg­reich blog­gen, oh­ne zu wis­sen, was du ei­gent­lich er­rei­chen willst.

Viel­leicht bloggst du nur, um ein Ven­til für dei­ne Krea­ti­vi­tät zu ha­ben oder weil du schreibst und dei­ne Tex­te ger­ne ir­gend­wo ver­öf­fent­li­chen möch­test (kenn ich). Wenn du ei­nen Mar­ke­ting-Blog für dein Un­ter­neh­men oder dei­ne Selbst­stän­dig­keit be­treibst, hast du aber wahr­schein­lich an­de­re Vor­stel­lun­gen. Du willst vermutlich:

  • ge­fun­den werden
  • ge­le­sen werden
  • ver­stan­den werden
  • News­let­ter-Abon­nen­tinn­nen gewinnen
  • ein The­ma aufs Ta­bleau bringen
  • dein An­ge­bot verkaufen
  • Men­schen inspirieren

Die Län­ge die­ser Lis­te zeigt: Mit Blog­gen kann man viel be­wir­ken. Ein Blog hat ei­ne Men­ge Vor­tei­le und in den we­nigs­ten Fäl­len ist der Auf­wand grö­ßer als der Er­trag – so­lan­ge man es rich­tig macht. Aber wie tut man das?

Was du tun soll­test, um er­folg­reich zu bloggen

Ich möch­te dich zu­nächst mal auf sie­ben Punk­te hin­wei­sen, die du be­ach­ten soll­test, wenn du er­folg­reich blog­gen willst.

1. For­mu­lie­re ei­ne Blogmission

Die­ser Tipp kommt aus dem Buch „Tex­ten kön­nen“ von Da­nie­la Ro­rig. Mit dem Aus­druck Blog­mis­si­on fasst sie zu­sam­men, was ei­ner der wich­tigs­ten Punk­te beim Blog­gen ist: die ei­ge­ne Ni­sche finden.

„Wenn Sie ir­gend­was schrei­ben, dann kön­nen Sie Ih­ren Blog auch nicht stra­te­gisch ein­set­zen. Sie brau­chen ei­nen Plan. Sie wol­len de­fi­nie­ren, wer Ih­re Le­se­rin­nen und Le­ser sind. Schon, da­mit Sie Ih­re In­hal­te auf de­ren Gus­to ab­stim­men kön­nen. Sie ma­chen sich ge­nau klar, wo­bei der Blog der Le­ser­schaft hilft. Die kommt nur zu­rück, wenn Sie weiß, was sie er­war­ten kann.“ 

Da­nie­la Rorig

Um die Blog­mis­si­on zu for­mu­lie­ren, musst du Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen kennen:

  • Für wen schreibst du?
  • Was will dein Pu­bli­kum lesen?
  • Was fas­zi­niert sie an dei­nem Blog?

Wenn du weißt, wie die Mis­si­on dei­nes Blogs lau­tet, fällt es dir leich­ter, Ar­ti­kel­ideen zu fin­den und sie für dei­ne Ziel­grup­pe an­spre­chend auf­zu­be­rei­ten.

Dei­ne Blog­mis­si­on könn­te zum Bei­spiel so klingen:

Mein Blog rich­tet sich an Halter*innen von Hun­den ab dem ach­ten Le­bens­jahr. Ich ge­be ih­nen Tipps, wie sie mit al­tern­den Tie­ren mit ver­schie­de­nen Han­di­caps in un­ter­schied­li­chen All­tags­si­tua­tio­nen am Bes­ten um­ge­hen. Da­bei ver­wen­de ich Spra­che, die we­der zu fach­män­nisch noch zu ver­nied­li­chend ist und be­rich­te aus mei­nem All­tag mit ei­nem tau­ben 10 Jah­re al­ten Labrador.“ 

2. Ver­ste­he, wie Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung funktioniert

Eins ist klar: Wenn du ei­nen Blog star­test, willst du, dass dei­ne Ar­ti­kel ge­le­sen wer­den – sonst wür­dest du sie ja nicht im In­ter­net für je­der­mann öf­fent­lich zu­gäng­lich ma­chen. Was aber dei­ne ge­nau­en Ziel­vor­stel­lun­gen sind – al­so wie vie­le Leu­te dei­ne Posts le­sen sol­len – ist ganz in­di­vi­du­ell. Die ei­nen wol­len sie nur ein­fa­cher an Freun­de und Fa­mi­lie ver­tei­len, an­de­re sind auf ein klei­nes Fach­pu­bli­kum aus, die an­de­ren wol­len die Adres­se für ihr The­ma wer­den und so Kund*innen gewinnen.

Wenn du ein mög­lichst gro­ßes Pu­bli­kum er­rei­chen und un­ab­hän­gig von So­cial-Me­dia-Wer­bung oder Ver­lin­kun­gen ge­fun­den wer­den möch­test, musst du dich mit Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung be­fas­sen. Ich kann dich be­ru­hi­gen: Das klingt kom­pli­zier­ter als es ist. Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (oder SEO) ist kei­ne Quan­ten­phy­sik, es ist nicht hoch­tech­nisch und es ist auch kei­ne Ma­ni­pu­la­ti­on. SEO be­deu­tet le­dig­lich, dass man sei­ne Tex­te dar­auf aus­rich­tet, was Men­schen in­ter­es­siert und wo­nach sie goo­geln. Das muss üb­ri­gens auch kein un­les­ba­rer Text mehr sein, der nur ei­ne An­ein­an­der­rei­hung von Key­words ist (à la „Sie wol­len ei­nen Baum pflan­zen? Hier be­kom­me Sie Tipps zur Baum­pflan­zung. Wir er­klä­ren ih­nen, wie sie Lin­den pflan­zen, Ahorn pflan­zen oder an­de­re Bäu­me im Gar­ten pflan­zen, so dass ihr Baum pflan­zen er­folg­reich ist.“)

Such­ma­schi­nen­op­ti­mier­te Ar­ti­kel zu schrei­ben ist ei­ne der Grund­vor­aus­set­zun­gen, um er­folg­reich zu blog­gen. Denn in­dem du SEO be­rück­sich­tigst, ver­grö­ßerst du dein Pu­bli­kum. Du kennst das von dei­nem ei­ge­nen Goog­le-Ver­hal­ten: In den meis­ten Fäl­len klickst du die ers­te URL in der Such­ergeb­nis­lis­te an, manch­mal noch Platz zwei und drei, dann wird es schon mau. Die we­nigs­ten von uns se­hen sich auch noch auf Sei­te 2 um.

Wenn du es nun schaffst, mit dei­nen Blog­ar­ti­keln un­ter den ers­ten zehn Such­ergeb­nis­sen zu lan­den, er­höhst du dei­nen Traf­fic schon mal ein gu­tes Stück. Wenn du so­gar un­ter die ers­ten drei Er­geb­nis­se oder auf Platz 1 lan­dest, ist dir ei­ni­ges an Traf­fic si­cher. Das Po­si­ti­ve ist auch: Wenn du ein­mal so weit oben im Ran­king bist, ver­lierst du es auch so schnell nicht mehr und du be­kommst lang­fris­tig Traf­fic dar­über (das nennt man auch Ever­green-Con­tent). Ich bin zum Bei­spiel neu­lich beim Goo­geln auf ei­nen Ar­ti­kel von 2010 gestoßen!

3. Ler­ne, fürs In­ter­net zu schreiben

Wei­ter un­ten in die­sem Ar­ti­kel er­fährst du noch, war­um Schreib­ta­lent kei­ne zwin­gen­de Vor­aus­set­zung für ei­nen er­folg­rei­chen Blog ist. Was aber un­ver­zicht­bar ist, wenn du möch­test, dass dei­ne Blog­posts auch ge­le­sen wer­den, ist sie für das In­ter­net aufzubereiten.

Denn on­line le­sen Men­schen an­ders als auf Pa­pier. Sie lan­den auch mit ei­ner ganz an­de­ren Er­war­tungs­hal­tung auf ei­nem Blog­post als sie bei­spiels­wei­se ei­ne Zeit­schrift auf­schla­gen. Da­her muss man Blog­posts  ein biss­chen an­ders auf­zie­hen, als man das viel­leicht in­stink­tiv ma­chen würde.

Über­le­ge mal, wie das bei dir ist: Neh­men wir an, du willst wis­sen, wie du ei­nen Rot­wein­fleck aus dei­nem wei­ßen So­fa raus­be­kommst. Du goog­lest al­so „Rot­wein­fleck ent­fer­nen“. Was du fin­den möch­test, ist ein Ar­ti­kel, der dir sagt „so be­kommst du ei­nen Rot­wein­fleck aus ei­nem So­fa: Du brauchst x, y und z und gehst wie folgt vor“. Was du nicht möch­test, ist ein Ar­ti­kel, der dir erst­mal er­klärt, wo Rot­wein an­ge­baut wird, war­um schwar­ze So­fas grund­sätz­lich emp­feh­lens­wer­ter sind als wei­ße, und wie ge­nau die Au­torin es ge­schafft hat, ei­nen Fle­cken auf ih­rem So­fa zu ver­ur­sa­chen. Du willst die Fak­ten und dann die­ses un­schö­ne Ding ent­fer­nen, nicht fünf­zehn Ab­sät­ze nach dem Kern des Pu­dels su­chen müssen.

Das ist der Feh­ler, den ich oft bei Blog­ar­ti­keln se­he: Men­schen füh­ren erst mehr oder we­ni­ger ele­gant zum The­ma hin, la­bern um  her­um und brin­gen al­ler­lei In­for­ma­tio­nen, die für die Le­se­rin nicht re­le­vant sind.

Da­bei ist es bei Blog­ar­ti­keln wichtig:

  • um­ge­hend klar zu ma­chen, wor­um es im Text geht
  • es den Leser*innen leicht zu ma­chen, den Über­blick zu bewahren
  • kei­ne Text­wüs­ten zu fa­bri­zie­ren, son­dern eher kur­ze Ab­sät­ze zu machen

Und wie macht man das? Wich­tig ist zum Bei­spiel ei­ne aus­sa­ge­kräf­ti­ge Über­schrift, die dem In­halt des Ar­ti­kels wi­der­spie­gelt. For­mu­lie­re kei­ne schön­klin­gen­den, krea­ti­ven Head­lines – das bringt dir im In­ter­net nichts.

Das gilt auch für Zwi­schen­über­schrif­ten. Ers­tens: Mach sie! Zwei­tens: Mach sie an lo­gi­schen Stel­len. Drit­tens: For­mu­lie­re sie so, dass die Le­se­rin er­fährt, wel­che In­for­ma­tio­nen sie in den fol­gen­den Ab­sät­zen findet.

Du kannst wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen auch fett mar­kie­ren oder an­der­wei­tig her­vor­he­ben (nur nicht un­ter­strei­chen, denn das könn­te man als Link miss­ver­ste­hen). So kön­nen sie Men­schen beim Über­flie­gen schnel­ler erfassen.

Au­ßer­dem braucht das mensch­li­che Au­ge beim Le­sen am PC‑, Notebook‑, Ta­blet- oder Smart­pho­ne-Dis­play ge­nü­gend Weiß­raum, um nicht über­for­dert zu wer­den. Des­halb soll­test du lan­ge Ab­sät­ze ver­mei­den. Das heißt aber nicht, dass du nach je­dem ge­schrie­be­nen Satz die Re­turn-Tas­te drü­cken soll­test (se­he ich oft, fin­de ich an­stren­gend zu le­sen). Drei, vier, manch­mal fünf Sät­ze hin­ter­ein­an­der sind gut. Das ist al­ler­dings nur ei­ne Faust­re­gel, je nach Text kön­nen es auch mal we­ni­ger oder mehr sein.

4. Blog­ge mit Plan

Man lan­det ja oft mal über Goog­le bei ei­nem tol­len Ar­ti­kel, schaut sich dann die rest­li­che Sei­te an und be­merkt, dass der letz­te Bei­trag am 23. Ok­to­ber 2016 ver­öf­fent­licht wur­de. Ja gut, dann mel­de ich mich na­tür­lich nicht für den News­let­ter an, kommt ja eh nix. (Üb­ri­gens zeigt das, wie wert­voll es ist, such­ma­schi­nen­op­ti­mier­te Tex­te zu schrei­ben: Selbst Jah­re nach der Ver­öf­fent­li­chung ge­ne­rie­ren sie noch Traffic!)

Re­gel­mä­ßig zu ver­öf­fent­li­chen hält nicht nur Leser*innen bei der Stan­ge, zieht neue Leser*innen/Abonennt*innen an, son­dern ist auch wich­tig für Goog­le. Die Such­ma­schi­ne er­stellt ih­re Ran­kings, in­dem es ei­nen Craw­ler (den Goog­le Bot) durchs In­ter­net schickt und Web­sei­ten durch­fors­ten lässt. Die­ser kommt öf­ter auf dei­ner Web­site vor­bei, wenn er dort neue In­hal­te fin­det. Um­so öf­ter dei­ne Web­site ana­ly­siert wird, des­to mehr Da­ten wer­den auch ge­sam­melt und des­to bes­ser kann Goog­le den Wert dei­ner Web­site bzw. dei­ner Blog­bei­trä­ge ein­schät­zen. Und das ver­bes­sert das Ranking.

Aber was heißt re­gel­mä­ßig blog­gen? Ein­mal pro Mo­nat? Wö­chent­lich? Oh Gott, doch hof­fent­lich nicht täg­lich??? Auch hier gilt: Du bist der Boss! Du ent­schei­dest, wie oft du es schaffst, ei­nen Ar­ti­kel zu schrei­ben. Das kommt ganz auf dei­ne Um­stän­de an.

Ei­nen Re­dak­ti­ons­plan zu er­stel­len, hilft dir da­bei, dei­ne Zie­le ein­zu­hal­ten. Hier hältst du fest,

  • wel­che The­men du ver­öf­fent­li­chen möchtest,
  • wann die­se Ar­ti­kel er­schei­nen sollen,
  • wer für die Er­stel­lung zu­stän­dig ist,
  • wie die Ar­beits­ab­läu­fe aus­se­hen (z. B. Re­cher­che, Glie­de­rung, Ver­fas­sen, Lek­to­rat, Kor­rek­to­rat, Gra­fi­ker­stel­lung, Einpflegen)
  • wel­che Fris­ten es gibt,
  • wel­che Res­sour­cen be­nö­tigt wer­den (z.B. Bil­der, Brie­fings etc.).

Wenn du es letzt­end­lich nicht schaffst, den ge­wünsch­ten Ar­ti­kel zur ge­wünsch­ten Zeit zu ver­öf­fent­li­chen, ist das auch kein Bein­bruch. Auch mit Re­dak­ti­ons­plan kannst fle­xi­bel blei­ben. Aber er hilft dir, am Ball zu blei­ben und nicht den Über­blick zu verlieren.

5. Ma­che Wer­bung für dei­nen Blog

Er­folg­reich blog­gen heißt auch Wer­bung für dei­nen Blog und sei­ne Ar­ti­kel zu ma­chen – und das nicht nur einmal.

„Aber Ju­lia, hast du nicht wei­ter oben ge­sagt, dass man mit Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung gar kei­ne Wer­bung über So­cial Me­dia braucht?“ Nein, nicht wirk­lich. Ich ha­be ge­sagt, wer da­von un­ab­hän­gig wer­den möch­te, soll­te sich mit SEO be­fas­sen. Trotz­dem ist Wer­bung wichtig.

Tipps, um erfolgreich zu bloggen

Be­son­ders bei ei­nem neu­en Blog dau­ert es ein Weil­chen, bis sich die Er­fol­ge von Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ein­stel­len. Um in die­ser Zeit Leser*innen zu ge­win­nen, ist es wich­tig, der Welt von ei­nem neu­en Blog­ar­ti­kel zu er­zäh­len.

Aber auch wenn ein Blog SEO-tech­nisch schon gut da­steht, ist es wich­tig, Men­schen auf dei­ne Ar­ti­kel auf­merk­sam zu ma­chen. Denn so ge­winnt man die so­ge­nann­ten Nut­zer­si­gna­le, die Goog­le bei sei­nen Ran­kings be­ach­tet. Da­bei wird er­ho­ben, wie lan­ge sich Besucher*innen auf dei­ner Sei­te auf­hal­ten, wel­che Links sie kli­cken usw.

Wer­bung für dei­ne Posts kannst du nebst So­cial-Me­dia auch im Foo­ter dei­ner E‑Mails ma­chen, im per­sön­li­chen Ge­spräch oder in Face­book-Grup­pen.

Ma­che das üb­ri­gens nicht nur, wenn dein Ar­ti­kel frisch er­schie­nen ist. Du kannst/solltest auch Mo­na­te spä­ter noch­mal den Link da­zu tei­len, ei­nen So­cial-Me­dia-Bei­trag da­zu auf­be­rei­ten oder an­der­wei­tig dar­auf hin­wei­sen. Und auch ein drit­tens und ein vier­tes Mal.

Vie­len Men­schen ist Wer­bung für sich selbst – und wir se­hen dei­nen Blog jetzt mal als Er­wei­te­rung dei­ner Selbst – zu ma­chen un­an­ge­nehm. Sie kom­men sich markt­schreie­risch vor und be­fürch­ten Men­schen auf die Ner­ven zu gehen.

Drauf möch­te ich zwei Sa­chen entgegnen:

  1. Zum The­ma Markt­schreie­rei: Du ver­kaufst ja nicht Pin­ky, den Mens­trua­tions-Hand­schuh, al­so ir­gend­ei­nen Scheiß, den nie­mand braucht. Son­dern du bie­test kos­ten­lo­sen Con­tent an, der Mehr­wert bie­tet (sie­he auch Punkt 6).
  2. Zum The­ma Ner­ve­rei: Es steht je­der frei, dei­ne Wer­bung zu igno­rie­ren, dir zu ent­fol­gen, dei­nen News­let­ter nicht mehr zu abon­nie­ren. Ich wünsch­te, das wä­re ei­ne Mög­lich­keit für die vie­len Din­ge, die mich tag­täg­lich ner­ven – da muss ich näm­lich ein­fach durch und kann nicht Ins­ta-Sto­rys stumm­schal­ten. Al­so tu, was du tun musst. Wem es nicht passt, der ver­ab­schie­det sich schon von selbst.

6. Bie­te Mehrwert

Ganz ent­schei­dend für ei­nen gu­ten Blog­ar­ti­kel und da­mit ei­nen er­folg­rei­chen Blog ist, dass die In­hal­te den Leser*innen et­was bie­ten, was sie wo­an­ders nicht be­kom­men, z.B. in­dem sie sich den Wi­ki­pe­dia-Bei­trag zu ei­nem The­ma durch­liest. Im Con­tent-Mar­ke­ting-Jar­gon spricht man von Mehr­wert. Mehr­wert muss nicht nur Wis­sen sein. Es kann auch Er­fah­run­gen sein oder Un­ter­hal­tung oder Humor.

7. Zei­ge Persönlichkeit

Nix für un­gut, aber es gibt Tau­sen­de von Blogs da drau­ßen. Und ir­gend­wo steht schon al­les. Ge­le­gent­lich hast du mal ein The­ma, was an­ders­wo noch nicht be­han­delt wur­de. Aber in den meis­ten Fäl­len kann man sich all dei­ne In­for­ma­tio­nen auch aus meh­re­ren Quel­len zu­sam­men­goo­geln. Du hast kein Mo­no­pol auf Wis­sen in dei­nem Fachbereich.

Was du aber hast, was dich von an­de­ren un­ter­schei­det, ist dei­ne Per­sön­lich­keit. Dei­ne Sicht auf die Din­ge, dei­ne ganz ei­ge­nen Schluss­fol­ge­run­gen, dei­ne Art, In­hal­te in Wor­te zu fas­sen. Wenn je­mand merkt: „Hey, ich fin­de das rich­tig gut, was die schreibt!“, dann will er oder sie auch zu­künf­tig von dir le­sen (und mel­det sich viel­leicht für dei­nen News­let­ter an oder kauft dein Pro­dukt oder dei­ne Dienstleistung).

Des­halb soll­test du, um er­folg­reich zu blog­gen, nicht ge­nau das tun, was al­le an­de­ren tun, son­dern das, was dir ent­spricht.

Was du las­sen soll­test, wenn du er­folg­reich blog­gen willst

Gibt es auch Din­ge, die dich da­von ab­hal­ten, er­folg­reich zu blog­gen? Ja. So­wohl Din­ge, die es dir schwe­rer ma­chen, zu ran­ken oder ge­le­sen zu wer­den, als auch Ge­dan­ken, die dich da­von ab­hal­ten über­haupt zu blog­gen. Hier sind ein paar davon:

1. Sei nicht ungeduldig

Bis so ein Blog er­folg­reich wird, dau­ert es sei­ne Zeit. Mach dir mal klar, dass du qua­si ein ei­ge­nes Ma­ga­zin auf den Markt bringst. Du bist die Ver­le­ge­rin, die Re­dak­teu­rin, die Chef­re­dak­ti­on, die Lek­to­rin, die Lay­ou­te­rin, die IT und die Mar­ke­ting­ab­tei­lung in ei­ner Per­son. Und du machst das al­les oh­ne Mil­lio­nen-Bud­get. Wenn du dein Werk über Ki­os­ke ver­kau­fen wür­dest, könn­test du auch nicht mit dem ers­ten Heft al­le Re­kor­de brechen.

Dei­ne Le­se­rin­nen müs­sen dich erst­mal fin­den, dich be­schnup­pern, gu­cken, ob du ver­trau­ens­wür­dig bist, wie­der zu dir fin­den . Also ver­za­ge nicht, wenn die ers­ten paar Mo­na­te eher nicht so viel geht auf dei­nem Blog. Wirf nicht dein gan­zes Kon­zept über den Hau­fen. Mach dir lie­ber erst­mal nen Tee.

Auch bei der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung kann es ei­ne Wei­le dau­ern, bis du Er­fol­ge siehst. Was du nicht tun soll­test, ist an dei­nen Ar­ti­keln rum­dok­tern, wenn es kei­nen Grund da­für gibt. Wenn du gu­te Vor­ar­beit für Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ge­leis­tet hast, wird es sich auch auszahlen. 

2. Ra­te nicht das Keyword

Gu­te Vor­ar­beit für Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung heißt vor al­lem: das rich­ti­ge Key­word fin­den. Was du auf kei­nen Fall tun soll­test, wenn du möch­test, dass dein Ar­ti­kel über Goog­le ge­fun­den wird, ist das Key­word zu ra­ten. So nach der Art: „Wenn Leu­te wis­sen wol­len, wie xy funk­tio­niert, dann ge­ben sie ga­ran­tiert „abc“ bei Goog­le ein“. Das kann rich­tig sein, muss es aber nicht.

Oft ver­wen­den Men­schen näm­lich an­de­re Be­grif­fe, als man an­nimmt. Oder sie ver­wen­den zwar den Be­griff, wol­len aber dann auf et­was an­de­res hinaus.

Ganz wich­tig ist der Un­ter­schied zwi­schen Key­words, hin­ter de­nen ei­ne Kauf­in­ten­ti­on steckt, und sol­chen, bei de­nen sich Men­schen nur in­for­mie­ren möchten.

Ma­che des­halb im­mer ei­ne Key­wor­dre­cher­che, bei der du her­aus­fin­dest, hin­ter wel­chem Such­be­griff wel­che Ab­sicht steckt. Wie das funk­tio­niert, er­klä­re ich dir hier: SEO-Tex­te schreiben

3. Mach dir kei­ne Sor­gen, dass du nicht gut ge­nug schrei­ben kannst

Ja, Blogs sind text­ba­siert. Aber um er­folg­reich zu blog­gen, musst du nicht ein Na­tur­ta­lent des Schrei­bens sein. Du kannst auch er­folg­rei­che Blog­ge­rin wer­den, oh­ne gut schrei­ben zu können.

Ers­tens kann jede*r kom­pe­tent schrei­ben ler­nen. Das wich­tigs­te ist, dass du dich ver­ständ­lich aus­drückst. Und wenn du dich mit dem, wor­über du schreibst, aus­kennst, machst du das fast automatisch.

Zwei­tens sind Blogs in der Re­gel viel um­gangs­spra­chi­ger und läs­si­ger ge­schrie­ben als Print­tex­te. Du musst al­so gar nicht dei­nen se­riö­sen Schreib­hut auf­set­zen, son­dern kannst dich ein­fach so aus­drü­cken, wie dir der Schna­bel ge­wach­sen ist.

Und drit­tens hat Blog­gen, wie er­wähnt, viel mit dei­ner Per­sön­lich­keit zu tun. Wenn du es rich­tig an­gehst, ge­winnst du Leser*innen mit dei­ner Art und dei­nen Ge­dan­ken. Wie du schreibst (so­lan­ge es ver­ständ­lich ist) ist zweitrangig.

4. Über­trei­be es nicht

Du musst nicht je­de Wo­che blog­gen, um er­folg­reich zu sein. Du musst nicht je­den Ar­ti­kel auf ein Key­word op­ti­mie­ren, um ei­nen er­folg­rei­chen Blog zu be­trei­ben. Du musst ein Key­word auch nicht in je­dem Satz ver­wen­den. Du musst ei­gent­lich gar nichts. Lass dich nicht stres­sen. Blog­ge in dei­nem Tem­po und auf dein Art .

5. Schaf­fe kei­ne Textwüsten

Du hast viel zu sa­gen? Das ist su­per! Denn Goog­le (aka die Le­ser­schaft) mag lan­ge Ar­ti­kel. Aber bit­te mach mal nen Punkt! Und Absätze!

Su­per lan­ge Tex­te sind zwar wert­voll, aber wir­ken auf die ein oder an­de­re Le­se­rin auch über­wäl­ti­gend. Die kommt dann auf dei­ne Sei­te sieht ei­ne Text­wüs­te und denkt sich: „Oh Gott! Na das le­se ich mir jetzt nicht al­les durch.“

Wenn du dei­ne Tex­te hin­ge­gen gut struk­tu­rierst, dann wir­ken sie nicht mehr so lang. Ma­che des­halb kür­ze­re Ab­sät­ze und struk­tu­rie­re dei­nen Ar­ti­kel mit Zwi­schen­über­schrif­ten. Sie glie­dern dei­nen Text in bes­ser ver­dau­ba­re Hap­pen und ge­ben Leser*innen ei­nen Über­blick, wo sie wel­che In­for­ma­tio­nen fin­den. Da­für müs­sen sie al­ler­dings auch aus­sa­ge­kräf­tig sein. 

Nut­ze auch die vie­len For­ma­tie­rungs­mög­lich­kei­ten, die Wor­d­Press und an­de­re Con­tent-Ma­nage­ment-Sys­te­me nut­zen, z.B. Zi­ta­te, In­fo­bo­xen, Bil­der, Bil­der­ga­le­rien usw.

6. Glau­be nicht, dass al­les schon ge­sagt wurde

Um er­folg­reich zu sein, musst du das Blog­gen nicht re­vo­lu­tio­nie­ren. Oft wis­sen Blog­ger nicht, wor­über sie schrei­ben sol­len, weil „es gibt ja schon zu al­len The­men ei­nen Artikel.“

Die Aus­sa­ge ist et­was über­trie­ben, aber im Grun­de stimmt sie. Du wirst nicht die Ers­te sein, die ei­nen Blog über Selbst­stän­dig­keit, Make-up oder Tex­ten (hal­lö­chen!) star­tet. Ich ha­be zum Bei­spiel ei­ne Lis­te mei­ner hilf­reichs­ten Hel­fer­lein fürs Tex­ten ge­schrie­ben. Ist das die ein­zi­ge sol­che List im In­ter­net? LOL! Na­tür­lich nicht. Das gibt es hun­der­te, wenn nicht tau­sen­de Ma­le. Aber halt von mir noch nicht.

Je­de Blog­ge­rin bringt ih­re ei­ge­nen Er­fah­run­gen, Mei­nun­gen, Wort­wahl, Ge­dan­ken und Per­sön­lich­keit in ih­re Tex­te ein. Von da­her sind kei­ne zwei Blog­ar­ti­kel über ein The­ma iden­tisch (soll­ten sie auch nicht, denn ko­pie­ren ist beim Blog­gen na­tür­lich ab­so­lut tabu).

Dei­ne Le­se­rin­nen ha­ben mög­li­cher­wei­se schon ei­nen Ar­ti­kel bei je­mand an­de­res ge­le­sen, aber das Wis­sen trotz­dem nicht ver­in­ner­licht oder die Tipps im­mer noch nicht um­ge­setzt. Viel­leicht, weil sie sie nicht ver­stan­den ha­ben oder weil der Text sie ein­fach nicht an­ge­spro­chen hat. Das ist dei­ne Chance!

Ei­ner mei­ner häu­figs­ten Sprü­che lau­tet: „Es gibt kei­ne Blog­po­li­zei.“ Soll hei­ßen: Du kannst auf dei­nem Blog tun und las­sen, was du willst. Du kannst kur­ze oder lan­ge Bei­trä­ge schrei­ben. Du kannst gen­dern oder halt nicht. An­ders als auf So­cial-Me­dia kann dir nie­mand Vor­schrif­ten ma­chen. Wenn du et­was an­ders machst, als es all­ge­mein­hin emp­foh­len wird, muss das auch kei­ne Nach­tei­le ha­ben. Das Wich­tigs­te ist, dass du mit dei­nem Blog zu­frie­den bist.

Falls du Hil­fe beim Blog­gen brauchst, schau doch mal in mein kos­ten­lo­ses E‑Book „Er­folg­reich blog­gen“ rein.

Hat dir dieser Post gefallen? Teile ihn doch mit Anderen!

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on xing

Lies auch diese Beiträge

Schreibe einen Kommentar