War­um „herz­lich will­kom­men“ auf Home­pages nichts zu su­chen hat

Herz­lich will­kom­men auf mei­ner Home­page! Ich freue mich, dass Sie hier sind. Bit­te schau­en Sie sich um.

Ein net­ter Gruß an Besucher*innen Ih­rer Web­site, di­rekt auf de­ren Start­sei­te? Könn­te man mei­nen. Aber von ei­nem groß troh­nen­den „herz­lich will­kom­men“ auf der Home­page ist ab­zu­ra­ten. Denn die Mehr­heit der Men­schen, die Ih­re Web­site be­su­chen, wird nicht in­ne­hal­ten und den­ken: „Was für ei­ne schö­ne Botschaft!“.

Denn User ge­ben ei­ner Web­site durch­schnitt­lich drei Se­kun­den Zeit be­vor sie ent­schei­den, ob sie auf ihr blei­ben oder wei­ter­zie­hen. Sie kom­men mit ei­nem Ziel auf Ih­re Site. Sie erst­mal herz­lich will­kom­men zu hei­ßen, ist Platz- und Zeitverschwendung. 

Drei Se­kun­den für den ers­ten Eindruck

Idea­ler­wei­se soll­te die Home­page, die Start­sei­te Ih­rer Web­site, Besucher*innen auf den ers­ten Blick ver­mit­teln, ob sie rich­tig sind.

Ver­setz­ten Sie sich in die La­ge von Konsument*innen, die nach ei­nem be­stimm­ten Pro­dukt goo­geln, auf das ers­te Such­ergeb­nis kli­cken und nun auf ei­ner Home­page ge­lan­det sind. Wel­che Fra­gen stel­len sie sich?

  • Fin­de ich hier, was ich suche?
  • Bei wem ge­nau bin ich gelandet?
  • Macht diese*r Anbieter*in ei­nen se­riö­sen Eindruck?

Ein „herz­lich will­kom­men“ auf der Home­page hat für User kei­nen In­for­ma­ti­ons­wert. Es hilft ih­nen nicht wei­ter und er­schwert ih­nen zu­nächst die Be­ant­wor­tung ih­rer Fra­gen. Es ist nichts­sa­gend, löst kein be­stimm­tes Ge­fühl aus und vor­al­lem un­ter­schei­det es die Web­site nicht von zig an­de­ren im Internet.

Home­page: Grund­le­gen­des statt „herz­lich willkommen“

Was soll­te al­so statt „herz­lich will­kom­men“ auf der Home­page zu fin­den sein? Die oben­ge­nann­ten Fra­gen von erst­ma­li­gen Website-Besucher*innen sind ein gu­te Orientierung.

  • Das Fir­men­lo­go: Es muss klar sein, auf wes­sen Web­site man sich be­fin­det. (Bei Einzelunternehmer*innen emp­fiehlt sich auch ein Fo­to der ei­ge­nen Person.)
  • Die Ziel­grup­pe: Wen­det sich der/die Anbieter*in mit seinen/ihren Pro­duk­ten oder Dienst­leis­tun­gen an Un­ter­neh­mens- oder Ein­zel­kun­den? Wel­che ge­nau? Die je­wei­li­ge Ziel­grup­pe muss sich wie­der­erken­nen und an­ge­spro­chen fühlen.
  • Das An­ge­bot: Was ge­nau wird ver­kauft oder ge­leis­tet? Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen soll­ten of­fen­sicht­lich sein.

Der „Ele­va­tor-Pitch“: Ihr An­ge­bot kurz und knackig

Das hört sich nach ei­nem lan­gen Text an? Der Ein­druck trügt. Aber viel­leicht er­ken­nen Sie jetzt, dass „herz­lich will­kom­men“ den wich­ti­gen Aus­sa­gen auf Ih­rer Home­page nur kost­ba­ren Platz strit­tig macht.

For­mu­lie­ren Sie statt­des­sen ei­nen kur­zen „Ele­va­tor Pitch“, der die wich­tigs­ten Aus­sa­gen über Ihr Un­ter­neh­men in ein oder zwei Sät­zen kurz bün­delt: Wer sind Sie, was leis­ten Sie und für wen? Zei­gen sie, was Ihr Un­ter­neh­men ein­zig­ar­tig macht und war­um es sich lohnt, auf Ih­rer Web­site zu bleiben.

Ver­za­gen Sie nicht, wenn Ih­nen die­se Aus­sa­ge zu­nächst schwer­fällt. Sie sind sich si­cher­lich über die ver­schie­de­nen Kom­po­nen­ten im Kla­ren. Sie den­noch in ei­nem prä­gnan­ten und bün­di­gen Satz zu­sam­men­zu­fas­sen ist auf An­hieb gar nicht so einfach.

Falls Sie Un­ter­stüt­zung da­bei brau­chen, „herz­lich will­kom­men“ von Ih­rer Home­page zu ver­ban­nen und neue Tex­te zu for­mu­lie­ren, hel­fe ich Ih­nen ger­ne wei­ter. Hier fin­den Sie mein An­ge­bot für Web­site-Tex­te.

Fo­to von Hen­ry & Co. auf Unsplash

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