Braucht mein Un­ter­neh­men ei­ne ei­ge­ne Web­site? Höchst­wahr­schein­lich ja

Un­ter­neh­men mit ei­ner ei­ge­nen Web­site sind der­zeit klar im Vor­teil. In der mo­men­ta­nen Aus­nah­me­si­tua­ti­on gibt es er­höh­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­darf: zu ge­än­der­ten Öff­nungs­zei­ten, Lie­fer- und Ab­hol­mög­lich­kei­ten, Gut­schein­ver­kauf oder be­son­de­ren Hygienemaßnahmen.

Nun gibt es vie­le We­ge, die­se Din­ge be­kannt zu ma­chen: auf So­cial-Me­dia, über ei­nen News­let­ter oder den gu­te al­ten Kun­den­stop­per. Al­les le­gi­ti­me und hilf­rei­che Werk­zeu­ge. Die ei­ge­ne Un­ter­neh­mens­web­site soll­te je­doch idea­ler­wei­se das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zen­trum dar­stel­len. Und das nicht nur in ei­ner Kri­se wie der jetzigen.

Grün­de, war­um ei­ne ei­ge­ne Web­site auch für KMU Sinn ergibt

Wer hat noch gel­be Sei­ten zu­hau­se? Wer frägt An­de­re nach Emp­feh­lun­gen oh­ne nicht vor­her selbst ge­goo­gelt zu ha­ben? Das In­ter­net ist die Re­cher­che­quel­le Num­mer 1 für sämt­li­che Pro­duk­te und Dienstleistungen.

1. Be­ant­wor­tung häu­fi­ger Fragen

Öff­nungs­zei­ten, An­ge­bot, Prei­se – die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen kön­nen auf ei­ner Un­ter­neh­mens­web­site zen­tral hin­ter­legt wer­den. So sind sie für Kund*innen je­der­zeit zu­gäng­lich, die so ent­spre­chend ih­re Ent­schei­dun­gen tref­fen können.

2. Neukund*innen gewinnen

Wenn Interessent*innen wis­sen, wann ein La­den ge­öff­net ist, wie viel das ge­wünsch­te Pro­dukt dort kos­tet und wel­che Leis­tun­gen an­ge­bo­ten wer­den, neh­men sie ein Un­ter­neh­men eher in die en­ge­re Aus­wahl, als wenn die­se In­for­ma­tio­nen fehlen.

Die Exis­tenz ei­ner Un­ter­neh­mens­web­site an sich er­höht be­reits die Wahr­schein­lich­keit des Kau­fes. Durch Such­ma­schi­nen­op­ti­mier­tung kann au­ßer­dem re­le­van­te und kauf­be­rei­te Kund­schaft an­ge­zo­gen werden.

Zu­neh­mend möch­ten Men­schen auch lo­ka­le Be­trie­be statt gro­ße In­ter­net­ver­sand­händ­ler oder Un­ter­neh­mens­ket­ten un­ter­stüt­zen. Das fällt ih­nen weit­aus ein­fa­cher, wenn sie mit we­ni­gen Klicks al­le ge­wünsch­ten In­for­ma­tio­nen über re­gio­na­le An­bie­ter finden.

3. Un­ab­hän­gig­keit von an­de­ren Portalen

Vie­le Un­ter­neh­men be­trei­ben kei­ne ei­ge­ne Web­site, son­dern ha­ben le­dig­lich ei­nen Ein­trag in ei­nem Por­tal. Hand­werks­un­ter­neh­men et­wa kön­nen on­line oft nur über ei­nen Ein­trag auf der Web­site ih­rer In­nung ge­fun­den wer­den. An­de­re Be­trie­be und Ge­schäf­te be­schrän­ken sich hin­ge­gen auf ei­ne Facebook-Seite.

Ge­gen bei­des ist nichts ein­zu­wen­den. So­cial-Me­dia soll­te und ex­ter­ne Por­ta­le kön­nen Teil des Mar­ke­tings- und Kom­munka­ti­ons­mi­xes sein. Aber Un­ter­neh­men soll­te auch klar sein, dass sie sich da­mit ein Stück weit ab­hän­gig von den An­bie­tern die­ser Diens­te machen.

Auf ei­ner ei­ge­nen Un­ter­neh­mens­web­site hin­ge­gen sind sie nicht be­trof­fen von Funk­ti­ons­än­de­run­gen oder der Ein­stel­lung des ge­sam­ten Diens­tes. Auf der ei­ge­nen Web­site kön­nen Un­ter­neh­men ent­schei­den, was, wann und wie sie ih­re In­hal­te kom­mu­ni­zie­ren. Sie ist et­was Ei­ge­nes. Da hat man was. Es ist so­zu­sa­gen das Jo­del­di­plom un­ter den Kommunikationsmaßnahmen.

Evelyn Hamann und Loriot im "Jodeldiplom"-Sketch
„Da hat man was Eigenes!“

Wann ei­ne Un­ter­neh­mens­web­site nicht zwin­gend not­wen­dig ist

Kein Un­ter­neh­men hat durch ei­ne ei­ge­ne Web­site ei­nen Nach­teil. Ganz im Gegenteil.

Den­noch kann in ei­ni­gen Fäl­len der Auf­wand den Nut­zen über­stei­gen. Et­wa, wenn

  • das Un­ter­neh­men aus­schließ­lich lo­ka­le Kund­schaft an­zieht (z.B. ein Getränkemarkt)
  • oder es kei­ne neu­en Kund*innen ge­win­nen möch­te (z.B. weil es aus­schließ­lich für ei­ni­ge we­ni­ge Un­ter­neh­men ar­bei­tet und die Ka­pa­zi­tä­ten aus­ge­las­tet sind).

In sol­chen Fäl­len kann ein gut ge­pfleg­ter Face­book-Ac­count oder ein „Goog­le My Business“-Eintrag aus­rei­chend sein. Aber, wie ge­sagt, ei­ne Web­site scha­det in kei­nem Fall.


Fa­zit: Ei­ge­ne Un­ter­neh­mens­web­site schafft Sicht­bar­keit und Unabhängigkeit

Die In­ves­ti­ti­on in ei­ne ei­ge­ne Web­site lohnt sich für die al­ler­meis­ten Un­ter­neh­men. Denn mit dem ei­ge­nen In­ter­net­auf­tritt ma­chen sie sich un­ab­hän­gig von ex­ter­nen Por­ta­len um ih­re In­hal­te zu kom­mu­ni­zie­ren, und sie er­rei­chen ei­ne er­heb­lich grö­ße­re Ziel­grup­pe für ih­re Pro­duk­te und Dienstleistungen.

Sie brau­chen Un­ter­stüt­zung beim Er­stel­len Ih­rer On­line­prä­senz? Ich un­ter­stüt­ze Sie mit Web­site-Tex­ten.

Fo­to von Tim Mos­s­hol­der auf Unsplash

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Maja

    Dein Ar­ti­kel bringt es auf den Punkt, Ju­lia. Mit ei­ner Web­site ist ein Un­ter­neh­men un­ab­hän­gig. Ein ei­ge­ner pro­fes­sio­nel­ler Auf­tritt im Netz ist – mit ganz, ganz we­ni­gen Aus­nah­men – ein Muss. Und wenn ei­ne Web­site ne­ben In­for­ma­tio­nen auch lau­fend in­ter­es­san­ten Con­tent bie­tet, z. B. in ei­nem Blog, be­su­chen Kun­din­nen und Kun­den die Sei­te auch ger­ne wie­der, so wie wir ein Ge­schäft vor Ort er­neut auf­su­chen, wenn das An­ge­bot stimmt. Dei­ne Web­site fin­de ich üb­ri­gens sehr gelungen.

    1. Julia Wißmeier

      Lie­ben Dank für dei­nen Kom­men­tar, Maja.
      Den Ver­gleich zwi­schen dem wie­der­hol­ten Be­such ei­ner Web­site und ei­nes Vor-Ort-Ge­schäfts fin­de ich sehr pas­send. Wenn Leu­te das Ge­fühl ha­be, hier gibt es was für sie, kom­men sie ger­ne wieder. 🙂

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